Teil 2: The Amercian Way Of Life

28Aug2014

Soooo, nachdem wir uns ja zwei Surfbretter gekauft haben, sind wir dann auch 3 Tage lang nur surfen gewesen, wir haben ja nur 100m zum nächsten Surf Spot.

Unser Homestrand  

Am Abend des dritten Tages wollten wir den berühmten Lobster Taco aufm Pier Cafe  WOW probieren. Der Pier in San Diego ist übrigens einer der größten Piere der Westküste. 

Pier Ocean Beach

Jeder sollte, wenn er San Diego besucht, diesen einzigartigen Taco probieren. Er war einfach unbeschreiblich lecker.

Lobster Taco

Als wir dann noch den Pier besichtigten, sahen wir den unzähligen Fischern zu, die einen Fisch nach dem anderen aus dem Meer holten. Noch am selben Abend suchten wir wiedermal bei Craigslist nach Angeln. Dort wurden wir auch fündig, nämlich bei einem Antiquitätenhändler auch Thrift Shop genannt. Dort gab es wirklich komische Sachen und unteranderem Angeln für unter 10 Dollar. Wir suchten uns also die 2 Besten Angeln des ganzen Ladens raus und stellen an der Kasse fest, dass diese Angeln zusammen nur 8 Dollar kosten. Also sind wir gleich in das nächste Sportgeschäft gelaufen und haben uns noch Equipment besorgt. Das witzige daran ist, dass der Eimer für die Fische mit 5 Dollar am teuersten war. Noch am selben Tag sind wir mit unseren 15 Jahre alten Angeln zum Pier gefahren, um uns Essen für den Abend zu fangen (Ansonsten hätte es nur Kartoffeln gegeben).  Wir 2 Grünschnäbel hatten wirklich keine Ahnung vom Angeln und mussten uns sogar den Knoten von den Anglern erklären lassen. Das kann ja was werden!!!

 

Und ihr werden uns nicht glauben was die Ausbeute nach 4 Stunden Angeln bei uns war. Ganze 8 Makrelen zogen wir aus dem Pazifik raus, einer größer wie der andere.

Makrelen

Am Montag in der früh sind wir 2 pünktlichen Deutschen Nasen um 8 Uhr früh an der Uni gestanden. Wir wollten ja pünktlich zum Class Crashing sein. Irgendwann nach dem fünften Büro und so um 10:30 Uhr wurde uns dann mitgeteilt, dass wir erst am 25. August Classes crashen können. (toll! Wieder ne Woche frei!!!) Danach kümmerten wir uns dann um unseren Strafzettel, den wir am Freitag bei der Infoveranstaltung bekommen haben. Das witzige daran ist, dass uns erst auf der Infoveranstaltung die Parksituation erklärt wurde. 65$ Strafe für eine halbe Stunde an einem offiziellen Uniparkplatz. Wir mussten dann eine Erklärung zu der Straftat abgeben, warum der Strafzettel nicht berechtigt ist. Diese kam zwei Tage später und wurde natürlich ABGELEHNT. Jedoch gibt es noch eine Chance für uns und zwar einen Termin zu einem persönlichen Gespräch auszumachen und da den Sachverhalten nochmal zu beschreiben. Mal schauen...

 

Zur Uni:

SDSU

 

Die Universität ist echt riesig. Unbeschreiblich riesig. Mit eigenem Fitnessstudio, Schwimmbad, Football Stadion, Basketball Arena, sämtliche Fast-Food Ketten von den Staaten wie beispielsweise Subway, Panda, Pizza Hut, Starbucks, McDonalds und einen Taco Shop, und natürlich unzählige Verbindungshäuser, die berühmt berüchtigt sind.

Im Gegensatz zu den deutschen Unis beschränkt sich das Leben auf der Uni nicht nur auf studieren sondern hauptsächlich um Sport und Spaß. Die Klassenzimmer sind viel zu klein, die Stühle haben nur ein kleines Tischchen und man sitzt Tisch an Tisch, das ist wie in einem Masthühnerstall. Aber so sind’s die Amis, außen hui innen Pfui!!!

SDSU Campus

Feiern:

Mittlerweile waren wir jetzt auch das erste Mal Feiern, und zwar im Typhoon Club (http://typhoonsaloon.com). Es war Taco Tuesday und es gab Margherita Drinks für 5$ und Tacos für 3$. In den Drinks war fast kein Alkohol und sie haben extrem sauer geschmeckt. Doch für diesen Preis haben wir uns trotzdem einem nach dem anderen reingeschüttet. Die Amerikaner feiern auch ganz anders wie wir in Deutschland, erstens betrinken sie sich nicht so stark und zweitens laufen viel mehr verrückte Leute rum, das hat eine ganz abgefahrene Atmosphäre.  Auch sind im ganzen Club ungefähr 10 riesige Fernseher verteilt, welche alle Sporthighlights der letzten Tage in der NFL,NBA und der Major League zeigen. Der Kater am nächsten Tag war jedoch sehr gut auszuhalten, weil es zum ersten mal seit unserer Ankunft geregnet und gestürmt hat. Das Gewitter dauerte ungefähr 30 min und war ziemlich heftig. Ein Blitz schlug direkt in den Parkplatz ein und alle Alarmanlagen der Autos gingen an.

 

Naja jetzt mal zum Class Crashing......

 

Alsooo das in Amerika alles ein bisschen chaotischer abläuft, wie bei uns in Deutschland, war uns ja klar. Aber dass es soooo ein Chaos wird, haben wir uns nicht vorgestellt. Den ersten Kurs den wir belegen wollten war feedback control systems (Mess- und Regelungstechnik). Wir waren pünktlich eine Stunde bevor die Vorlesung anfängt, vor der Tür des Klassenzimmers. Es waren vielleicht 10 andere Crasher vor uns. Als nach einer Stunde endlich der Professor ins Zimmer kam, nahm die Katastrophe seinen lauf. Auf einmal sind alle Crasher in das Zimmer gestürmt und es war egal ob du ne Stunde vorher oder eine Minute vorher da warst. Plötzlich standen 40 Leute um den Professor rum und hielten ihre Mappe vor seine Nase. Der war natürlich mit der gesamten Situation total überfordert und sagte einfach: „Holt einen Zettel raus und schreibt eure Namen nach Reihenfolge auf und gebt ihn mir nach der Stunde.“ So und jetzt wurde es wirklich kriminell, jeder stritt sich nach diesem schei** Zettel. Irgendein Kriegsveteran hat sich extrem vorgedrängelt und nahm den Zettel einfach an sich. Irgendwann war der Zettel auch in unseren Händen und wir mussten uns auf Platz 18 und 19 einreihen, obwohl wir in der früh einer der ersten vor dem Klassenzimmer waren. Das war natürlich extrem ärgerlich und wir waren extrem angepisst von dieser mangelhaften Organisation des Professors. Erst am Abend erfuhren wir, dass Platz 18 und 19 doch noch gereicht hat um die Klasse zu crashen. Beim zweiten Kurs war es schon wesentlich einfacher, ein Lehrbeauftragter der Ashton Kutscher zum verwechseln ähnlich sieht, ist Professor für Wood & Furniture. Eigentlich erfüllen wir nicht ganz das Profil der Vorlesung, weil wir noch nichts über Design gelernt haben. Jedoch hat ihm gefallen, dass wir so viel Ahnung von Holzbearbeitung haben und er hat uns sofort in den Kurs mit auf genommen! Der dritte Kurs war leider ne komplette Fehlentscheidung und wir werden doch nicht Automatic Controll System nehmen, weil dieser zu umfangreich für unseren Wissenstand ist. Wir haben leider noch keine finite Elemente Methode und keine Laplace Transformation kennengelernt. Diese werden aber vorausgesetzt. Jetzt müssen wir uns noch nach einem anderen Kurs umschauen, aber bei der riesigen Kursauswahl wird das nicht so schwer fallen. Der letzte Kurs ist Thermodynamik und der scheint, auf jeden fall bis jetzt, nicht so schwer zu sein. Bis jetzt haben wir Montag und Mittwoch von 9 Uhr bis 19 Uhr Uni, dafür haben wir Dienstag und Donnerstag frei. Freitag müssen wir wegen 50 Minuten in die Uni, das lässt sich aber aushalten.

 

Und zum Schluss haben wir noch ein kleines Video für euch....

bis zum nächsten Eintrag noch ne schöne Zeit!!!

Patrick und Basti

Teil 1 - becoming an american

14Aug2014

Servus Leute,

langsam hat sich hier der Stress gelegt und Normalität kehrt ein. Wir haben die letzten Tage viel erlebt, wir fangen am besten mal von vorne an. Aaaaaaalso:

Is schon ne gute Woche her als wir uns schweren Herzens von euch allen verabschiedet haben und mit großer Vorfreude aber auch gemischten Gefühlen in das Flugzeug gestiegen sind. Reichen die drei Nächte im Hostel aus um eine Wohnung zu finden? Brauchen wir eigentlich ein Auto? Reicht die Aufenthaltszeit in San Francisco aus um unseren Anschlussflug zu erwischen? Erster Stopp war in Kopenhagen, Dänemark. Gleich mal die letzten paar Euros rausballern für nen kleinen Schnäck. Restgeld waren leider Kronen haha.

Nach zwei Stunden Aufenthalt gabs schon die ersten high fives als und eine sehr nette Check-in Dame uns absolute Superplätze mit mächtiger Beinfreiheit spendiert hat. Als wir dann noch rausgefunden haben, dass wir Plus-Mitglieder sind und es dadurch Freibier gibt, haben wir den 12 Stunden Flug nach San Francisco mit süffiger Leichtigkeit überwunden. Zitat des Flugs: "Coffee or tea? - BEER"

Letze Hürde war der kurze Flug nach San Diego, voll schön die Westküste entlang. Der Flughafen in San Diego liegt ziemlich zentral und wir sind ne große Schleife über die City geflogen direkt an Downtown vorbei und easy in den Sonnenuntergang gelandet. Hatte was von Miami Vice. Hier nochmal unsere Flugroute:

Flugroute

Wir wissen nicht obs die paar Bier waren oder doch der Zeitunterschied von 9 Stunden zurück, der uns nach einer Taxifahrt tot ins Hostelbett mit vier Zimmergenossen fallen leiß. Davor gabs aber noch ein viel zu großes Borrito Menü mit 3 Tacos dazu - die Amis haben ein anderes Größenverhältnis!

Die nächsten Tage haben wir uns wie in einem goldenen Käfig gefühlt. Alle Leute um uns herum im Hostel hatte ne super Zeit mit Strand und Entspannung, wir waren damit beschäftigt uns um ein Mietwagen, Handyvertrag und Wohnung zu kümmern. Mietwagen ging in Downtown klar, des Problem is nur ohne internetfähiges Handy zu dem Car-Rental zu finden. Wir haben am eigenen Leib gemerkt was wir für handyabhängige Knechte sind! Superstolz mit unserem Nissan Sentra und einem Stück Papier mit Wegbeschreibung vom netten Autovermieter haben wir uns aufm Weg zum nächsten Walmart gemacht, wo man Handyverträge klarmachen kann. War ein 20 Meilen Ritt und als wir auf die Interstate 5 South gefahren sind war es eher pure Angst als lockere kalifornische Gelassenheit bei uns. War natürlich auch klar dass dieser Walmart das Angebot nicht hatte und uns zum nächsten geschickt hat. Also Spielchen nochmal von vorne, Wegbeschreibung auf Zettel und Panik aufm Highway. Insgesamt waren wir 4 Stunden in dem Laden, bis mein Handy auchmal ging. Unglaublich wie wir da drin gefroren haben, draußen über 30 Grad, innen um die gefühlt 15. Hier unser Mietwagen:

Mietwagen

Zwischen dem ganzen Stress brauchten wir unbedigt mal eine Pause und sind vom Hostel einfach mal paar Minuten Richtung Küste gefahren. Da sind wir auf das gestoßen:

Sunset Cliffs Hostel

Naja jetzt wo alles gelaufen ist konnten wir uns endlich um ne Wohnung kümmern. Online konnte man super auf Craigslist.com nach Apartments suchen. Auf der Seite findet man alles, vom Leiharbeiter über Autos zu Surfboards. Thanks Craigslist! Wir haben gemerkt dass die Amis ein weing schreibfaul auf Wohnungsanfragen sind, also blieb uns nichts anderes übrig als zum Hörer zu greifen. Die ersten Telefonate waren eher holprig sag ich jetz mal aber irgendwann hatte man den Dreh raus und konnte sogar bissl Smalltalk machen haha. 42 Anrufe später und ein paar Besichtigungen in irgendwelchnen Ghettos bei zwielichtigen Vermietern über zwei Tage wurde es für uns Interessanter. Ein Ferienapartment in Mission Beach ist zufällig freigeworden und ab September einzugsbereit. Als der Vermieter uns auch noch am Telefon bestätigt hat, dass wir am nächsten Wochenende früher einziehen können, konnten wir unseren Ohren gar nicht trauen. Möblierte bezahlbare Wohnung im coolsten Standviertel San Diegos, zwischen der Mariners Basin Bucht und der Pazifikküste lassen das Surferherz mächtig höher schlagen. Die Vermieter sind supernett, immer da wenn was is und haben uns gleich mal 2 chillige Strandstühle gegeben. Rechts auf der Karte sieht ihr unser Wohnviertel für die nächsten fünf Monate! Für diese Wohnung haben wir eine Nacht im Mietwagen am Strandparkplatz plus morgendliche Dusche mit Pennern am Strand gerne in Kauf genommen.

Apartment

Ohne Auto in San Diego wirds schwierig, in die Uni würden wir 50min und nen langen Spaziergang zu den Bushaltestellen brauchen. Und Einkaufen ohne Auto ist unmöglich weil die Amis alles in riesigen Boxen und Kanistern haben. Also haben wir uns entschieden ne Rostlaube für die Zeit in San Diego plus einmonatigen Roadtrip danach zu holen. Online gibts unzählige Trucks aber nichts geht über nen guten Europäer! Ein lässiger mexikanischer Autodantler hat uns diesen Volvo 850 mit Rückkaufoption verkauft, wir mussten uns nur noch um eine Versicherung kümmern und die Nummernschilder müssten demnächst in unserem Brifkasten liegen. Surfboards gehen leicht rein und zur Not kann man auch realtiv bequem drin pennen. Ganz wichtig waren uns auch die Sitzheizung und beheizten Fenster, da es in Kalifornien gern mal frisch werden kann - nicht haha. Bei unserer Jungfernfahrt haben wir gleich mal gemerkt wie stabil die Volvos gebaut sind. Gleich nachm ausparken ist uns ein verrückter Mexikaner rückwärts an die Front gefahren. Unser Auto hat kurz gewackelt, seinem gings definitiv schlechter. Loco amigo!

The Beast        

Endlich mobil! Jetzt konnten wir die Gegend anschauen, einkaufen gehen und mal die Uni anschauen. Auf die San Diego State University gegen rund 33.000 Studenten. Allein von unserer Organisation sind es 300 deutsche Auslandsstudierende und da gibts noch paar andere. Anfangs haben wir uns in dieser "Stadt" verlaufen. Langsam gewöhnt man sich daran, dass einfach alles hier größer ist. Viel können wir vom Studentenleben noch nicht erzählen, wir hatten bis jetzt nur einen Kampusrundgang, eine Einführungsverastaltung und eine vierstündige Bustour durch San Diego (Titelbild ist da entstanden). Ab nächster Woche können wir uns für unsere Kurse bewerben. Fotos von der Uni kommen bald...

Unsere letzte Investition um den "Beachswag" perfekt zu machen waren unsere zwei Surfboards. Es gibt hier an jeder Ecke neue und gebrauchte Bretter und jeder Surfshopbesitzer ist superlässig drauf und nimmt sich lange Zeit zur Beratung. Patricks ist das Rechte. Waren schon oft an unserem Homespot "Jetty" surfen. Ein großer Hafendamm wo gute Wellen reinrollen. 

So far - so good! Wir freuen uns schon euch neue Geschichten und Fotos von uns zu zeigen! Beste Grüße aus America's finest City! (Ist wirklich der Spitzname von San Diego!)

Basti und Patrick